Fragen & Antworten

36 Gedanken zu “Fragen & Antworten

  1. Sehr geehrter Herr Königs,
    Vor ca. 2 Monaten wurde bei mir grauer Star festgestellt. Nun soll ich Ende Januar operiert werden, was ich gerne vermeiden würde. In Ihrem Buch schreiben Sie auf Seite 123 oben, dass hier Kokoswasser helfen kann. Können Sie mir dazu mehr sagen? Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    mit freundlichen Grüßen Norbert Willaredt

    • Sehr geehrter Herr Willaredt,
      leider weiß ich bisher auch nicht mehr als ich im Buch geschrieben habe. Es kommt einfach auf einen Versuch an. Sie brauchen dazu das Wasser aus einer Trink-Kokosnuss, also nicht aus einer der oft alten, vom Bast weitgehend befreiten und braunen Kokosnüsse, wie man sie in vielen Supermärkten findet. Diese braunen sind Ess-Kokosnüsse, die ein hartes, dickes Fruchtfleisch haben und die meist nur wenig Kokoswasser enthalten, das manchmal schon verdorben und sowieso zu alt ist.
      Schauen Sie am besten mal im Internet unter dem Begriff “Trinkkokosnuss” nach, dann finden Sie dort einige Anbieter von jüngeren Kokosnüssen, die noch voll Kokoswasser sein sollten, mit relativ dünnen und weichem Fruchtfleisch. Abgepacktes Kokoswasser würde ich nicht empfehlen, da es fast immer Zusatzstoffe enthält, deren Wirkung aufs Auge nicht abzuschätzen ist.
      Wenn Sie dann bei bei der Entnahme des Wassers aus der Trink-Kokosnuss darauf achten, dass das Wasser nicht von außen kontaminiert wird, müsste es eigentlich keimfrei sein. Wenn Sie dies dann entsprechend der Empfehlungen im Buch anwenden, dürfte es zumindest keine negativen Auswirkungen für das Auge haben und wenn es sich wirklich so positiv auswirkt, wie meine wenigen diesbezüglichen Quellen erhoffen lassen, müsste es eine Besserung des grauen Stars geben.
      Falls Sie es ausprobieren, wäre es nett, wenn Sie mir anschließend Bescheid geben, wie die Wirkung war.

  2. Guten Tag,

    ich habe mit großem Interesse “Das Kokos Buch ” gelesen.
    Leider vertrage ich das Kokosöl nicht so gut. Ist Butter bzw. Butterreinfett eine sinnvolle alternative ?
    Vorab vielen Dank

    • Guten Tag,

      zumindest ist Butter oder Butterfett immer noch besser als Margarinen. Es hat aber nicht die gesundheitsfördernde Wirkung von Kokosöl, da es nicht den hohen Anteil an mittelkettigen Fettsäuren hat. Ein paar Stoffe in einer sehr guten Rohbutter haben ein paar gesundheitsfördernde Wirkungen, aber die Fettsäuren der Butter kann man nur als gesundheitsneutral ansehen, die positive Wirkung von Butter ist also insgesamt geringer als die vom Kokosöl.

      Haben Sie mal versucht, mit kleinen Mengen Kokosöl anzufangen? Reagieren Sie auch auf kleine Mengen negativ? Wenn nicht, könnten Sie schauen, ob Sie die Menge langsam steigern können, im Lauf von einigen Wochen. Bei manchen Menschen braucht es wohl eine Weile, bis sich ihr Körper an das Kokosöl gewöhnt, aber meistens geht es nach einiger Zeit.

  3. Ih bin kein “Gesundheitsfreak”, aber Ihr Buch hat mich sehr beeindruckt…
    Mein Frage ist: Kann ich Kokosöl für die Hautpflege mit Glycerin mischen?

    • Da muss ich raten, dazu habe ich keine genauen Informationen. Ich bin mir nicht sicher, ob sich die beiden ohne Emulgator mischen lassen, das habe ich noch nicht ausprobiert. Glycerin ist wohl eher hydrophil, Kokosöl lipophil. Die gesundheitlichen Wirkungen des Kokosöls werden durch eine solche Mischung wohl nicht verbessert, aber wenn es dadurch für Sie angenehmer auf der Haut ist oder sonstige Vorteile bietet, könnte eine solche Mischung sinnvoll sein.

  4. Sehr geehrter Herr Königs,
    ich habe gerade angefangen Ihr Buch” Das Kokosbuch zu lesen. Sie schreiben auf seite 15 ” Je weiter sich unsere Gewohnheiten von der noch recht natürlichen Ernährng unserer Vorfahren entfernen, umso mehr nehmen die chronisch- degenerativen Krankheiten wie Diabetes….. zu. Das bestätigt meine Theorie voll und ganz. Deshalb versuche ich auch mich mit den Lebensmitteln, die bei uns wachsen und auch schon früher gewachsen sind wie z. B. Leinöl und Hanföl, Kraut Linsen Erbsen Bohnen usw. zu ernähren nur vergetarisch, womit ich von der trationellen Ernährung auch nicht sonderlich abweiche, da unsere Vorfahren ja nicht viel Fleisch gegessen haben. Bei uns in Deutschland gab es früher kein Soja keine Oliven für Öl aber auch keine Kokosnuss. Deshalb verstehe ich nicht, wieso Kokosöl für Deutsche zu empfehlen ist. Für die Menschen die sich damit ernähren wo die Kokosnuss schon ewig wächst finde ich es ganz in Ordnung. Aber wir sollten doch das Fett von den Pflanzen essen die bei uns schon Jahrhunderte beheimatet sind. Ich bin ihn Ihrem Buch noch nicht soweit. aber die Studien die ich bisjetzt in Ihrem Buch gelesen habe wurden in Ländern gemacht in der die Kokosnuss beheimatet ist. Da verstehe ich auch die Ergebnisse.
    Könnten Sie mir bitte schreiben warum ich hier in Deutschland Kokosöl essen soll, wo es doch so wertvolles einheimisches Öl gibt?
    Das Palmöl schreckt mich schon allein von der Anbauweise durch Urwaldrodung total vom Verwenden ab. Das würde ich nie verwenden.
    Vielen Dank schon mal für Ihre Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen
    Gaby Langner

    • Sehr geehrte Frau Langner,
      einerseits finde ich es richtig, dass es aus diversen Gründen – vor allem ökologischen – sinnvoll ist, eher regionale Nahrungsmittel zu verwenden. Ich habe aber große Zweifel, ob es auch aus gesundheitlichen Gründen besser wäre.
      Offenbar ist es so, dass unser Körper in der Lage ist, auch eine ganze Reihe relativ neuer Nahrungsmittel gut zu verwerten. Nehmen Sie die Kartoffel, die Tomate, den Mais oder diverse Gewürze aus fernen Ländern oder auch diverse Heilkräuter, die es vor ein paar Tausend Jahren in Mitteleuropa noch nicht gab. Ich konnte bisher nicht feststellen, dass diese Nahrungsmittel prinzipiell für Mitteleuropäer negativer wirken als für Menschen, aus deren Ländern sie ursprünglich stammen. Man kann zwar davon ausgehen, dass es unterschiedliche Ernährungstypen gibt, die etwas unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse haben und die auf Grund unterschiedlicher örtlicher Klima- und Nahrungsmittelsituationen über viele Generationen als Anpassung an diese entstanden sind. Und für diese Typen sind einzelne Nahrungsmittel besser als für andere Typen, und auch die optimalen Anteile an Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten sind nicht für jeden dieser Typen gleich. Aber das sind Feinheiten und individuelle Unterschiede, denn gerade in Mitteleuropa finden sich alle unterschiedlichen Ernährungstypen, vor allem wegen unserer extrem gemischten Abstammungen. Generell ist es daher so, dass für Mitteleuropäer eine große Palette von Nahrungsmitteln geeignet ist.
      Und in der Praxis sieht man ja, dass die „neueren“ Nahrungsmittel wie Kartoffeln etc. etc. nicht prinzipiell für Mitteleuropäer ungeeignet sind, bloss weil wir sie erst seit ein paar Jahrhunderten zur Verfügung haben. Sie würden ja auch nicht ernsthaft behaupten, dass zB Ginseng oder viele andere Heilpflanzen nicht bei vielen Menschen eine positive Wirkung haben, nur weil wir sie in Mitteleuropa erst seit ein paar Jahrhunderten verwenden und sie hier normalerweise nicht mal gut wachsen? Entsprechend beweist auch die Praxis, dass Kokosöl bei fast allen Menschen eine positive Wirkung hat. Offenbar ist es also nicht so, dass nur örtlich über viele Jahrtausende in Mitteleuropa verwendete Nahrungsmittel für uns eine positive Wirkung haben.
      Daneben ist es ja auch sowieso schwierig, hier eine zeitliche und regionale Grenze zu ziehen. Es geht nämlich letztlich nicht darum, was hier immer schon wuchs, sondern darum, was hier immer schon gegessen wurde. Wissen Sie, was Ihre Vorfahren im Lauf der letzten Jahrtausende gegessen haben? Und wo sie genau gelebt haben (und wollen Sie sich auf das Gebiet des heutigen Deutschlands beschränken, oder auf Ihr Bundesland, Ihren Kreis, Ihre Stadt oder Ihren Ortsteil? Alles relativ neuzeitliche Konstrukte.). Selbst wenn sie alle aus dem gleichen kleinen Gebiet stammen – was sich nach all den Populationsbewegungen der letzten Jahrtausende allenfalls in einigen SEHR abgelegenen Bergdörfern findet – haben sie über die Jahrtausende nicht immer das gleiche gegessen. Die Vorfahren der meisten Mitteleuropäer stammen von einer großen Vielfalt von Ernährungshintergründen und da wäre es sehr schwierig, eine „Ernährung Ihrer Vorfahren“ zu definieren. Selbst eine Aussage wie „da unsere Vorfahren ja nicht viel Fleisch gegessen haben“ ist eine rein statistische. Falls Ihre Vorfahren zufällig von Vikingern, Finnen, Eskimos oder anderen „nördlichen“ Gruppen abstammen, haben sie sehr wohl relativ viel Fleisch gegessen. Weniger, wenn sie von eher „südländischen“ abstammen. Aber solange Sie das nicht genau wissen, stimmt diese Aussage zwar eventuell statistisch, nützt Ihnen als Individuum aber gar nix.
      Alles in allem halte ich also das Argument, dass man aus gesundheitlichen Gründen nur örtlich über viele Generationen (wie viele bleibt dabei sowieso unklar) verzehrte Nahrungsmittel verwenden sollte, für nicht haltbar.

      > Aber wir sollten doch das Fett von den Pflanzen essen die bei uns schon Jahrhunderte beheimatet sind. Ich bin ihn Ihrem Buch noch nicht soweit. . . . Könnten Sie mir bitte schreiben warum ich hier in Deutschland Kokosöl essen soll, wo es doch so wertvolles einheimisches Öl gibt?

      Wenn es in Mitteleuropa Öle mit ähnlichen positiven Eigenschaften gäbe, wäre das schön. Aber die gibt es leider nicht und daher muss man sich entscheiden, ob man auf die gesundheitlich positiven Wirkungen von Kokosöl verzichten will, nur weil es nicht im schönen Deutschland wächst . . .

      > Das Palmöl schreckt mich schon allein von der Anbauweise durch Urwaldrodung total vom Verwenden ab. Das würde ich nie verwenden.

      Auch nicht, wenn es aus ökologischem, nachhaltigen Anbau stammt? Das gibt es ja auch, warum wollen Sie das nicht verwenden? Sie verwenden ja auch Weizen aus ökologischem Anbau und nicht aus konventionellem, nehme ich an? Messen Sie da nicht mit zweierlei Maß? Wobei natürlich auch das ökologische Weizenfeld ursprünglich mal ein Urwald war, der vor gerade mal ein paar Jahrhunderten gerodet wurde und den man eigentlich jetzt langsam mal wieder regenerieren müsste, wenn man wirklich ökologisch denken würde . . .
      Palmöl wurde jedenfalls über Jahrtausende gewonnen, ohne dass dafür großflächige Brandrodungen vorgenommen wurden und auch jetzt gibt es noch viele traditionelle Anbauflächen, die moralisch nicht verwerflicher sind als ein ökologisches Weizenfeld in Deutschland. Im Gegenteil, auf diesen Flächen wird seit Jahrtausenden ein sehr energiedichtes und gesundes Nahrungsmittel gewonnen, viel gesünder als Weizen.
      Die Brandrodungen finden ja auch vor allem statt, weil wir in den westlichen Ländern Erdöl in Rekordzeit aufbrauchen und das Palmöl als neuer Energielieferant angebaut wird, nicht als Nahrungsmittel. In den Ländern, die heute viel Ölpalmen zu diesem Zweck anbauen und dafür Land roden, wurde Palmöl gar nicht traditionell als Lebensmittel verwendet – sonst hätten sie ja schon vor Jahrhunderten Land dafür gerodet, wie wir das in Europa für die Weizenfelder gemacht haben. Dann würde sich heute niemand darüber aufregen. Natürlich sind beide Rodungen – damals wie heute – verwerflich und ökologisch mehr als problematisch, aber ein ökologisch angebautes Palmöl ist denke ich moralisch nicht schlechter als ein ökologischer Weizen, alles in allem.

  5. Guten Abend Herr Königs,
    ich fand Ihr Buch interessant, allerdings finde ich das Kapitel über Qualität irritierend, weil es einem das Gefühl gibt, so gut wie kein gutes Öl auf dem Markt finden zu können. In 2013 hatten Sie einen Kommentar veröffentlicht, in dem Sie von einer Liste sprachen, die Sie den Herstellern zugesandt hatten. Gibt es da nun schon Ergebnisse? Oder habe ich die Antwort übersehen. Ich würde gerne mehr Kokosöl verwenden, aber nur, wenn es mir dann auch gut tut.
    Ich hätte z. B. auch auf Rapunzel gesetzt und es wäre offensichtlich nicht die richtige Entscheidung gewesen.
    Vielen Dank.

    • Guten Tag Herr Müller,
      mein Versuch, genaueres von den Herstellern zu erfahren, war nur bedingt erfolgreich und meine Erwartungen wohl auch zu hoch. Zwar habe ich eine ganze Reihe von Antworten erhalten, aber letztlich habe ich keinen Weg gefunden, sie einigermassen objektiv einzuordnen. Bisher habe ich auch keine objektiven Merkmale gefunden, an denen man die Qualität insgesamt festmachen kann.
      Nach wie vor bin ich der Meinung, dass ein aus frischem Kokosfleisch gewonnenes Öl, das weder bei der Herstellung noch beim Transport über ca. 42°C erhitzt wurde, das ohne Verwendung von Lösungsmitteln oder anderen Tricks hergestellt wurde und insgesamt schonen behandelt wurde, am besten ist. Aber auf der anderen Seite wurde traditionell Kokosöl nie so schonend hergestellt – selbst in privaten Haushalten nicht – und da das Öl selbst relativ unempfindlich ist, gehe ich davon aus, dass auch nicht ideal schonende Herstellungsverfahren ein durchaus gutes und gesundheitsdienliches Öl erzeugen können. Da ist es schwierig, genau zu quantifizieren, wie viel mehr ein ideal hergestelltes Öl bewirken kann. Und wie viel mehr Geld man gegebenenfalls dafür ausgeben sollte.
      Wenn man sich das Problem bei anderen Ölen anschaut, zB beim Olivenöl, dann sieht man schnell, dass man sich auf die Angaben von Herstellern sowieso nur bedingt verlassen kann. Gerade beim Olivenöl wird gepanscht und gepfuscht und schlechtes Öl als Extra Virgin verkauft, obwohl dieser Begriff geschützt ist und sein Missbrauch geahndet werden kann. Beim Kokosöl gibt es nicht mal einen entsprechend geschützten Begriff und noch weniger Kontrollen als beim Olivenöl.
      Beim Kokosöl gehe ich deshalb nach wie vor davon aus, dass man nur einerseits nach dem Geschmack gehen kann und ansonsten sich auf die Angaben der Hersteller verlassen muss, soweit man glaubt, daraus Schlüsse ziehen zu können.
      Weil Sie Rapunzel ansprechen: Wenn ich es richtig sehe, bietet Rapunzel inzwischen zwei Kokosöle an: Kokosfett mild und Kokosöl nativ, beide aus „kontrolliert biologischem Anbau“. Als ich vor vielen Jahren für die erste Ausgabe meines Buchs mal bei Rapunzel nachgefragt hatte, verkauften sie damals ein Kokosöl, das auch aus kontrolliert biologischem Anbau, aber desodoriert war, wie es auch das jetzige „Kokosfett mild“ ist. Deshalb musste ich davon ausgehen, dass die Kokosnüsse zwar wohl bio waren – wie sowieso praktisch alle – aber die Herstellung nicht gerade schonend, weil desodoriert werden musst (und fand dies damals für einen Biohersteller nicht gerade ideal). Trotzdem wurde das Öl relativ teuer verkauft. Leider finde ich auf der Webseite von Rapunzel keine näheren Angaben, wie das „Kokosöl nativ“ heutzutage hergestellt wird. Normalerweise steht der Begriff „nativ“ synonym dem „Virgin Coconut Oil“ und deshalb müsste es entsprechend schonend hergestellt werden, aber dazu finde ich auf deren Webseite nichts näheres. Es kann aber durchaus sein, dass die Qualität besser als deren „Kokosfett mild“ ist, das nach wie vor als desodoriertes Fett angeboten wird. ABER das „Kokosfett mild“ wird vor allem als geschmacksneutral und zur Erhitzung empfohlen. Und wenn ich ein Fett suche, das sowieso erhitzt wird, kann ich auch ein nicht so schonend hergestelltes verwenden und habe dann oft die gleiche Wirkung, als wenn ich ein VCO nehme und es stark erhitze. Zumindest, solange es keine chemischen Rückstände enthält und keine Transfette u.ä., wovon ich bei Rapunzel ausgehen würde. Aber Sie sehen, es ist kompliziert. Letztlich ähnlich kompliziert wie beim Olivenöl und den meisten anderen Nahrungsmitteln. Je mehr man ins Detail schaut, um so schwieriger wird es. Da ist man dann wieder an dem Punkt, wo man sich einen Hersteller suchen muss, dem man vertraut und dessen Aussagen schlüssig sind. Und nach dem eigenen Geschmack gehen muss.

  6. Lieber Herr Königs,
    als Heilpädagogin treffe ich mit vielen Menschen zusammen, die “Probleme” haben.
    Gibt es Erfahrungen mit Kokosöl, bzw. ketogener Ernährung bei ALS? Ein 74jähriger Mann ist sehr offen für ernährungsspezifische Alternativen. Benötigt aber auch schriftliches Hintergrundwissen.
    Ein 24jähriger junger Mann mit Myoklonie nach Drogenabusus; REanimation und 1 Monat Koma: Ich überlege auch ihm eine Ernährungsumstellung zu empfehlen. Aber auch hier wären Erfahrungen sehr hilfreich.
    Ich bedanke mich für Ihre Antwort!
    Herzliche Grüße

    • >Gibt es Erfahrungen mit Kokosöl, bzw. ketogener Ernährung bei ALS? Ein 74jähriger Mann ist sehr offen für ernährungsspezifische Alternativen. Benötigt aber auch schriftliches Hintergrundwissen.

      Wie bei allen Nervensystemproblemen – und an sich wie bei fast allen Gesundheitsproblemen – ist es auf jeden Fall einen längeren Versuch mit Kokosöl wert. Die genauen Auswirkungen von Kokosöl lassen sich selten präzise vorhersagen, aber sie sind praktisch immer positiv. Selbst falls es sich auf die ALS nicht direkt positiv auswirken sollte, würde es zumindest nicht schaden und könnte auf der anderen Seite – mit etwas Glück – deutliche Verbesserungen bringen.

      Hier zB ein Artikel, der dies verdeutlicht:
      http://healthimpactnews.com/2012/coconut-oil-reverses-amyotrophic-lateral-sclerosis-als/

      Studien gibt es bisher kaum, hier eine kleine an Mäusen, mit positivem Ergebnis:
      http://www.drperlmutter.com/study/a-ketogenic-diet-as-a-potential-novel-therapeutic-intervention-in-amyotrophic-lateral-sclerosis/

      Eine Schlussfolgerung der Studie war, dass eine ketogene Ernährung die Energieversorgung der Mitochondrien verbessert und so zu Verbesserungen bei ALS beitragen kann: „These effects may be due to the ability of ketone bodies to promote ATP synthesis and bypass inhibition of complex I in the mitochondrial respiratory chain.“ Ähnliche Schlussfolgerungen findet man auch betreffs der positiven Wirkung einer ketogenen Ernährung bei anderen Nervensystemproblemen wie Morbus Alzheimer und Parkinsons.
      Eine ketogene Ernährung sollte als wichtigste Fettquelle Kokosfett verwenden, da es neben der Produktion von Ketonen weitere positive Wirkungen auf die Gesundheit hat.

      >Ein 24jähriger junger Mann mit Myoklonie nach Drogenabusus; REanimation und 1 Monat Koma: Ich überlege auch ihm eine Ernährungsumstellung zu empfehlen. Aber auch hier wären Erfahrungen sehr hilfreich.

      Erfahrungen kenne ich hierzu keine, aber was spricht dagegen, sich mit möglichst gesunden Nahrungsmitteln zu ernähren und mindestens 50-60 ml Kokosöl zu sich zu nehmen? Selbst ohne manifeste Krankheitssymptome wäre das sinnvoll, warum also nicht, wenn schon Symptome vorliegen?

  7. Mein LDL Cholesterinwert ist viel zu hoch. Kann ich ohne Bedenken noch Kokofett konsumieren. Ich habe ihres Buch gelesen und verwende schon lange Kokosfett. Ich bin mir auf einmal nicht mehr sicher ob ich Native Kokosöl konsumieren darf.
    MfG Kay Bruhin

    • Wenn es um Ernährung geht, ist es immer schwierig, nur einzelne Faktoren zu betrachten und auf dieser Grundlage sinnvolle Schlüsse zu ziehen. Nicht nur das Fett, das Sie konsumieren, ist für den LDL-Spiegel ausschlaggebend, sondern Ihre gesamte Ernährung, Ihre diversen Hormonspiegel, Ihr Alter, Ihrer körperliche Aktivität und Ihr Lebensstil spielen eine Rolle, um nur die wichtigsten Faktoren zu nennen. Daher kann man Ihre Frage, ob Sie Kokosöl weiterhin konsumieren sollten, nicht einfach beantworten.

      Man kann höchstens versuchen, ob sich der LDL-Spiegel bessert oder verschlechtert, wenn Sie nichts an den obigen Faktoren verändern und nur den Konsum von Kokosöl für zwei bis drei Monate einstellen und dann noch mal den LDL-Spiegel messen lassen und schauen, ob sich dieser gebessert hat bzw. ob die Relation LDL/HDL besser geworden ist.

      Wenn alle anderen Faktoren möglichst gleich geblieben sind und sich die Relation LDL/HDL und der LDL-Spiegel verbessert haben, können Sie aus diesem Ergebnis darauf schließen, dass Sie Kokosöl meiden sollten. Wenn sich die Relation und der Spiegel nicht verbessert haben, waren offenbar andere Faktoren für den hohen LDL-Wert verantwortlich und Sie können weiterhin Kokosöl verwenden. Wahrscheinlich trug dann Kokosöl sogar dazu bei, dass dieser Wert nicht noch höher anstieg.

  8. Sehr geehrter Herr Königs,

    seit ca. 3 Monaten benutze ich Kokosöl. Morgens und abends aufs Brot statt Butter, mittags zum Kochen oder Braten. Seit einiger Zeit leide ich an einer Allergie: Pusteln, Röte und vor allem einen starken Juckreiz. Meine Ärztin hat einen Test gemacht der ergab, daß ich u.a. Kokosfett nicht vertrage.
    Meine Frage an Sie: Kann das sein?. Ich nehme das Fett zwar im Augenblick nicht, möchte aber darauf nicht verzichten.
    Ihr Buch habe ich mit großem Interesse gelesen.

    Ingrid Müller

    • Allergien bzw. Nahrungsmittelüberempfindlichkeiten kann man leider auf praktisch alles entwickeln, auch auf Kokosöl oder andere Kokosprodukte. Kokos-Allergien treten zwar relativ selten auf, sind aber möglich. Wenn Sie mal im Internet unter „Kokos Allergie“ oder „coconut allergy“ suchen, finden Sie eine Reihe von Artikeln zu diesem Thema.
      Wenn Ihre Symptome erst nach dem Beginn des Konsums von Kokos auftraten und verschwinden, wenn Sie Kokos meiden, spricht natürlich einiges dafür, dass sie durch Kokos verursacht werden. Es könnte zwar auch sein, dass Sie nur auf as Öl eines Herstellers reagieren, falls dies auf Grund seiner Herkunft oder Herstellung etwas enthält, auf das Sie reagieren. Aber es kann auch sein, dass Sie auf alle reagieren. Und da der ärztliche Test auch die Empfindlichkeit gegenüber Kokosfett ermittelt hat, wird wohl das Fett selbst in Ihrem Fall das Problem sein, oder ein Bestandteil, der in allen Kokosölen vorkommt, zB eine der Fettsäuren.
      Allergien sind ein weitreichendes Thema. Oft – wie auch bei Ihnen – kommen diverse vor, nicht nur eine. In der Naturheilkunde geht man zudem davon aus, dass versteckte Nahrungsmittelüberempfindlichkeiten wie die häufigen gegenüber Milch- und Weizenprodukten eine Grundlage schaffen, auf der sich andere Allergien leichter entwickeln. Wenn es gelingt, diese grundlegenden Allergien zu beseitigen – indem man zB alle Milchprodukte meidet – dann werden andere Nahrungsmittel oft wieder besser vertragen. Aber wie gesagt, die Zusammenhänge und Wechselwirkungen sind komplex und es lässt sich nur schwer vorhersagen, welcher Weg am besten zum Erfolg führt.

      Gegen Allergien fallen mir erst mal vier Möglichkeiten ein:
      1. Meidung aller Allergene über 6 – 12 Monate. Danach kann man versuchen, ob einzelne dieser Nahrungsmittel in moderaten Mengen wieder langfristig vertragen werden. Das funktioniert am besten, wenn die oben angesprochenen „grundlegenderen“ Allergene auch dann noch gemieden werden. Wenn Sie also auf Grund des ärztlichen Test wissen, auf was Sie alles reagieren und dies erst mal weglassen, können Sie in einigen Monaten versuchen, ob Sie dann zumindest Kokosöl wieder vertragen, wenn Sie die anderen weiterhin meiden.
      2. Desensibilisierung durch entsprechende Behandlung beim Arzt.
      3. Naturheilkundliche Behandlung mit Methoden wie NAET, Bioresonanztherapie und ähnliche Ansätzen.
      4. Naturheilkundliche „Sanierung“ durch Methoden der Gewebereinigung, einschließlich „Leber-Galle-Reinigung“, Parasitenbehandlung und ähnliches.

      Vorhersagen, was bei Ihnen am besten funktioniert, kann man allerdings nicht zuverlässig. Wir haben zwar sehr gute Erfahrungen mit NAET gemacht, aber auch die anderen Ansätze können erfolgreich sein.

  9. Lieber Herr Königs,

    ich habe just Ihr Buch zuende gelesen und bin sehr angetan. Mich würde nun interessieren, ob Sie eventuell noch mehr Informationen zum Thema Kokosöl und Candida haben. Soll die Einnahme-Menge dieselbe sein, wie bei normalem Gesundheitszustand? Oder Caprylsäure PLUS Kokosfett etc. in der Ernährung? Können Sie eine gute Quelle für Caprylsäure empfehlen?

    Vielen Dank im Voraus und beste Grüße

    G. Möhring

    • Für die Bekämpfung einer ausgeprägten Candida-Infektion reicht die im Kokosöl enthaltene Menge normalerweise nicht aus. Deshalb sollte man zusätzliche Präparate mit konzentrierter Caprylsäure verwenden. Wieviel man allerdings verwenden sollte, kann man nicht pauschal sagen, das hängt von zu vielem ab.
      Einerseits sollte man zu Anfang nicht viel verwenden, sondern die Menge langsam steigern. Es kommt ja zum Absterben der Candida und dabei können Toxine, Schwermetalle etc. freigesetz werden. Man sollte deshalb dafür sorgen, dass diese Schadstoffe zügig ausgeschieden werden können, dass sie eventuell durch Chlorella o.ä. absorbiert werden, und vor allem, dass nicht zu viele auf einmal freigesetzt werden. Also langsam die Caprylsäure steigern, am Anfang nicht zu viel verwenden.
      Andererseits muss man genug verwenden, um eine Wirkung zu erzielen, aber an die optimale Menge muss man sich herantasten bzw. sie auch je nach Entwicklung anpassen.
      Man muss sich letztlich in diese Materie einarbeiten, um die Wirkungen selbst einschätzen zu können und die richtigen Massnahmen zu kombinieren. Oder man muss einen mit dem Thema vertrauten naturheilkundlichen Therapeuten vor Ort finden. Es würde zu weit führen, diese Zusammenhänge hier im Detail zu erläutern. Aber wenn Sie in einer Suchmaschine „Caprylsäure gegen Candida“ eingeben, finden Sie diverse Foren, in denen dieses Thema ausführlich erläutert wird, wie auch Anleitungen auf Webseiten und Hinweise auf Literatur für Laien.

      Caprylsäure wird von diversen Anbietern verkauft, aber mir fehlt der Überblick über alle Präparte, ich kann keins besonders herausgreifen.

  10. Vielen Dank Herr Königs für Ihre Mühen,den gesundheitlichen Wert der Öl usw. so klar zu beschreiben.
    In den Büchern über Behandlung von Alzheimer wird beschrieben,daß auch Eiweiß und Kohlehydrathe zu Vergesslichkeit führen kann.
    Alle drei Bücher,die ich jetzt schnell hintereinander gelesen habe irritieren mich jetzt,weil die Resternährung nicht deutlich sinnvoll gemacht wird in allen Rezeptteilen.Was nun?
    Vielen Dank,Monika Maria Harder

    • Wie stark Eiweiß an der Entstehung beteiligt ist, kann ich nicht sagen. Nach meiner rein persönlichen Einschätzung wäre dies allenfalls bei übermäßigem Eiweißkonsum bei gleichzeitigen individuellen Empfindlichkeiten diesen gegenüber zu erwarten (also zB bei Ernährungstypen, die an sich wenig Eiweiß brauchen oder vertragen, siehe auch http://www.ernaehrungstyp.de).

      Kohlenhydrate würden insofern ins Bild passen. da Alzheimer auch als “Diabetes des Gehirns” bezeichnet wird, weil einige Forscher davon ausgehen, dass eine Insulinresistenz der Nervenzellen des Gehirns eine Rolle bei der Entstehung spielt. Und ein wichtiger Faktor für die Entwicklung von Insulinresistenz ist nun mal der übermäßige Konsum hoch-glykämischer Kohlenhydrate.

      Die Besserung von Symptomen bei Alzheimer durch den Konsum von Kokosfett untermauert diese These der Insulinresistenz der Nervenzellen, denn durch den Konsum und die danach entstehenden Ketone können die durch Insulinresistenz unterversorgten Nervenzellen ersatzweise statt durch Zucker nun durch die Ketone mit Energie versorgt werden und Symptome bessern sich häufig.

      Da mein Buch nicht speziell auf Alzheimer ausgerichtet ist, sind auch die Rezepte nicht darauf speziallisiert. Aber in meinen Erläuterungen zu Alzheimer ist zumindest dargelegt, dass die Ketonproduktion nach dem Konsum von Kokosöl um so höher ist, um so weniger hoch-glykämische Kohlenhydrate gleichzeitig verzehrt werden. Ernährungsformen, die viel Ketone erzeugen sollen – ketogene Diäten – enthalten immer nur sehr wenig Kohlenhydrate und viel Fett und Eiweiß. So sollte auch die Ernährung mit Kokosöl bei Alzheimer ausgerichtet sein, wobei man aber individuell entscheiden muss, wie extrem ketogen sie ausgerichtet sein soll, denn eine sehr kohlenhydratarme Ernährung ist nicht leicht durchzuhalten und Verbesserungen lassen sich durch Kokosöl auch oft schon erreichen, wenn das Öl nur zeitlich entfernt von kohlenhydratreicheren Mahlzeiten genommen wird. Aber grundsätzlich kann man erst mal davon ausgehen, dass die Wirkung um so stärker ist, je ärmer an hoch-glykämischen Kohlenhydraten die Ernährung ist.

      Ausführlicher als in meinem Buch werden die Zusammenhänge in “Alzheimer – vorbeugen und behandeln: Die Keton-Kur: Wie ein natürliches Fett die Erkrankung aufhält” von Mary Newport (VAK-Verlag) besprochen. Dort finden Sie zumindest einige, wenn auch nicht sehr viele, Rezepte, aber ausführliche Erläuterungen zur Ernährung.

  11. Hallo, ich lese gerade ihr Buch und möchte mit Kokosöl anfangen.
    Ich mache mir jeden Morgen ein Müsli mit Quark, Apfel und Leinöl, da Leinöl ja auch sehr gesund sein soll. Oder stimmt das nicht? Kann ich beides verwenden, Leinöl und Kokosöl oder soll ich das Leinöl weglassen?
    Viele Grüße Jürgen.

    • Im Buch habe ich ja schon etwas zu Ölen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren und über die besondere Empfindlichkeit von Omega-3 geschrieben. Leinöl ist ganz besonders empfindlich und ich rate daher von diesem Öl als “Fertigprodukt” ab. Wenn Sie unbedingt Leinöl zu sich nehmen wollen, empfehle ich folgenden Trick: Kaufen Sie statt dessen ungeschrotete Leinsamen, schroten diese (zB im Mixer) kurz vor dem Verzehr und rühren Sie sofort ins Müsli ein. Dann wird das Öl kaum dem Sauerstoff ausgesetzt und Sie verzehren es ganz frisch. 1-2 Tl. pro Tag sind mehr als genug.

      Die grundsätzliche Frage, wie sinnvoll es ist, Omega-3 in größeren Mengen zu sich zu nehmen, habe ich ja im Buch schon besprochen. Man sollte zum einen die Menge auf den Tagesbedarf beschränken. Zum anderen sollte man sich bewusst sein, dass nicht jeder Mensch Omega-3 in DHE und EPA – die vor allem positiv wirkenden Stoffwecheselprodukte von Omega-3 – umwandeln kann. Wenn man sicher gehen will, diese Stoffe zu bekommen, sollte man eher fetthaltigen Fisch verzehren, da er diese Stoffe bereits enhält.

      Falls Ihre Frage auch darauf abzielt, ob man beide Öle kombinieren kann: Da spricht erst mal nichts dagegen, zumal sie weitgehend unterschiedlich verstoffwechselt werden und sich dabei nicht in die Quere kommen.

  12. Hallo Herr Königs,

    was ist der Unterschied zwischen Ihrem propagierten Kokosöl und dem Kokosfett (Palmin), welches meine Mutter schon immer benutzte?
    Mfg M. Obermair

    • Auf der einen Seite: Palmin wird nicht gerade schonend aus Kopra hergestellt und dabei raffiniert, gebleicht und desodoriert. Außerdem werden die ungesättigten Fettsäuren gehärtet.
      Auf der anderen Seite: Die vor die positive Wirkung des Kokosfetts besonders wichtigen mittelkettigen Fettsäuren werden durch den Herstellungsprozess nicht geschädigt, da sie sehr robust sind. Und da der Anteil ungesättigter Fettsäuren im Kokosfett nur um ca. 2% beträgt, enthält auch gehärtetes Kokosfett nicht sehr viel gehärtetes Fett.
      Fazit: VCO ist besser als gehärtetes RBD-Kokosfett, aber auch letzteres kann ohne große Bedenken verwendet werden und für in viele Anwendungen deutlich besser als viele andere Öle und Fette, die einen hohen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren enthalten.

      Noch zwei Punkte:
      1. Es gibt auch einige Anbieter von RBD-Kokosfett, das nicht gehärtet ist.
      2. Von Palmin gibt es neben der traditionellen Kokosfett-Tafel inzwischen auch andere Produkte wie Palmin-Soft und -Junge Küche, die aber meines Wissens neben Kokos auch andere Öle enthalten.

  13. Hallo Herr Königs, ich habe eine Frage, die sich nicht auf IHR Buch sondern auf das von Herrn Bruce Fife bezieht: Darin wird erwähnt, dass es ein Zusatzmittel mit Namen ‘Lauricidin’ gibt. Ich habe natürlich auch ihr Buch, aber diese Info gab es nicht in Ihrem Buch. Ich bin begeisert von Kokosöl und habe nach bereits 3 Tagen Anwendung bei einer allergischen Hautreaktion gute Resultate gewonnen, das war vorher mit Cortison-Salbe nicht gelungen. Ansonsten nehme ich Kokosöl seit etwa 3 Wochen und liebe den frischen Kokosduft. Ich bedaure sehr, dass es diese Informationen nicht schon vor 30 / 40 Jahren gab, da wäre einem manches ‘Übel’ erspart geblieben. Ich hoffe sehr, dass auch noch heute mancher Schaden, der im Körper entstanden ist (durch Transfette etc), wieder rückgängig gemacht werden kann.
    Vielleicht können Sie mir auf meine Frage antworten? Vielen Dank und Gruss – Erika+

    • Hallo Frau Seel,
      aus verschiedenen Gründen komme ich leider erst jetzt und viele Monate verspätet dazu, Ihre Frage zu beantworten.
      Das Produkt Lauricidin enthält Laurinsäure, gebunden an Glyzerin. In dieser Form ist die Laurinsäure konzentrierter und leichter verfügbar als im Kokosöl und kann gezielter eingesetzt werden, ohne dass dabei die anderen Stoffe des Kokosöls aufgenommen werden. Das kann ab und zu sinnvoll sein, zum Beispiel bei Unverträglichkeiten gegen einzelne Bestandteile des Kokosöls oder wenn man die Kalorienaufnahme begrenzen möchte.
      Grundsätzlich würde ich ein möglichst ursprüngliches, natürliches Produkt – wie das Kokosöl – einem chemisch veränderten vorziehen, aber unter den entsprechenden Umständen kann es durchaus sinnvoll sein, die Laurinsäure in solch isolierter Form zu verwenden.
      Für das amerikanische Produkt Lauricidin gibt es einige Anbieter in Europa, die sich im Internet finden lassen.

  14. Hallo Herr Königs,
    viele Fakten in Ihrem Kokos-Buch kann ich bestätigen. Gerade bei der Behandlung von Hauterkrankungen und Ektoparasiten bei Tieren verwende ich Kokosöl regelmäßig mit Erfolg. Wobei ich allerdings feststellen muss, dass Öle aus ökologischem Anbau im Vergleich zu Ölen aus konventionellen Betrieben deutlich effektiver sind und auch länger wirken.
    Es würde mich freuen, wenn Sie Erfahrungsberichte und Behandlungsvorschläge bei Tieren hätten. Ich würde sie im Vet-Archiv gerne publizieren.
    Viele Grüße,
    Andreas Fuchs

    • Hallo Herr Fuchs,

      entschuldigen Sie meine sehr verspätete Antwort. Vielen Dank für den Hinweis, dass Öle aus ökologischem Anbau besser wirken. Dass der Unterschied so deutlich ist, hätte ich nicht erwartet.
      Über meine begrenzten bei Tieren – die ich im Buch angesprochen habe – hinaus habe ich persönlich keine bei Tieren. In der Literatur bin ich allerdings immer mal wieder auf Hinweise gestoßen und werde versuchen, noch mal einiges zusammenzustragen, kann aber nicht versprechen, wann ich dazu kommen werde.

  15. Sehr geehrter Herr Königs,
    mich würde interessieren, ob es wirklich einen Unterschied macht, ob ich Bio-Kokosmilch kaufe oder solche ohne das Biosiegel. Gibt es in den Anbaugebieten und in der Produktion wirklich Unterschiede? Vielen Dank!

    • Sehr geehrte Frau Reger,
      normalerweise werden beim Anbau von Kokospalmen keine Schädlingsbekämpfungsmittel, anorganische Dünger oder andere “unbiologische” Chemikalien eingesetzt. Daher sind die meisten Kokosnüsse sowieso “biologisch”.
      Es gibt jedoch Ausnahmen. Kokosplantagen und ganze Anbaugebiete werden immer mal wieder von Schadinsekten wie dem Kokosnussblattkäfer heimgesucht und in solchen Fällen kommen durchaus synthetische Schädlingsbekämpfungsmittel zum Einsatz. Und es gibt intensiv bewirtschaftete Kokosplantagen, in denen auch chemische Dünger und andere Stoffe eingesetzt werden.
      Bezüglich des Anbaus ist es daher so: In den meisten Fällen besteht kein großer Unterschied zwischen biologischer und “nicht-biologischer” Kokosmilch. Aber wenn Sie biologische Kokosmilch verwenden, ist die Chance größer, dass die Kokosmilch keine Pestizide oder ähnliches enthält.
      Was die Produktion betrifft: Ich kenne mich mit den Bestimmungen der diversen Biosiegel zu wenig aus, denke aber, dass sie sich vor allem auf den Anbau beziehen, weniger auf die Details der Herstellungsverfahren. Neben der Frage, ob die Nüsse bio sind oder nicht kommt es bei der Herstellung vor allem darauf an, wie erntefrisch die Milch aus dem Kokosfleisch gewonnen wird, ob Wasser (und wenn Wasser, welcher Qualität) oder Kokoswasser zur Verdünnung verwendet wird, wie schonend die Milch haltbar gemacht wird, ob bei der Herstellung chemische Lösungs- oder Reinigungsmittel verwendet werden und ähnliche Punkte. Diese Punkte werden meines Wissens nicht von den Biosiegeln abgedeckt, sind aber für die Qualität der Milch ebenfalls wichtig und unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller. Zum Teil finden Sie dazu Informationen auf den Webseiten der Hersteller, meist allerdings nicht sehr ausführliche.

  16. Hallo Herr Königs, mit viel Interesse habe ich ihr Buch gelesen. Ich habe seit ein paar Monaten Kokosöl und Kokosmehl in meine Ernährung eingebaut und es bekommt mir und meinem Mann sehr gut. Bei der Qualität des Kokosöl’s bin ich mir aber nicht sicher ob es das richtige ist. Ich verwende Kokosöl von Rapunzel aus dem Reformhaus, habe aber keine genauen Angaben über das Herstellungsverfahren finden können( nicht zu stark erhitzt usw.). Das Öl von Dr. George wird glaube ich bei der Herstellung auf 60 Grad erhitzt , laut Ihrem Buch sollte es aber möglichst gering erhitzt werden. Öl von aman prana soll sehr gut sein, ist aber sehr teuer. Über Ihren Rat oder eine Empfehlung würde ich mich sehr freuen. Freundliche Grüße Margret Musial

    • Hallo Frau Musial,

      da die Frage nach der Qualität von Ölen der diversen Anbieter immer wieder auftaucht, will ich in den nächsten Tagen einen Fragebogen an Hersteller verschicken, um näheres über die Qualität der jeweiligen Öle zu erfahren und hier zu veröffentlichen. Es wird sicher einige Wochen dauern, bis Antworten vorliegen und ich bin überhaupt gespannt, wie viele antworten werden, aber ich hoffe, dass sich einige beteiligen werden.
      In der Zwischenzeit hier meine subjektive Antwort:
      >”Ich verwende Kokosöl von Rapunzel aus dem Reformhaus”

      Vor vielen Jahren habe ich mal bei Rapunzel angefragt und bekam die Antwort, dass es sich um RBD-Öl (siehe Seite 99, 4. Auflage von “Das Kokosbuch”) handelt, also nicht um VCO-Öl. Die Nüsse stammten zwar aus biologischem Anbau (wie meist bei Kokosnüssen), aber das Öl wurde wenig schonend aus Kopra gewonnen. Neue Informationen habe ich zu diesem Öl noch nicht, da hoffe ich auf die Beantwortung des Fragebogens.
      Auf Rapunzels Webseite finden sich allerdings inzwischen zwei Kokosfette: “Kokosfett mild” und “Kokosöl nativ”. Nach den dortigen Angaben vermute ich, dass “Kokosfett mild” nach wie vor ein RBD-Öl ist und es sich bei “Kokosöl nativ” eventuell um VCO-Öl handeln könnte. Da weder die Bezeichnung “VCO” noch “nativ” geschützt oder streng definiert sind, werden sie oft synonym für ein schonendes Herstellungsverfahren verwendet, ohne allerdings eindeutig zu sein.

      >”Das Öl von Dr. George wird glaube ich bei der Herstellung auf 60 Grad erhitzt , laut Ihrem Buch sollte es aber möglichst gering erhitzt werden.”

      Nach Auskunft von Manfred Goerg von der Firma Dr. Goerg – die Sie vermutlich meinen – wird deren Öl zu keinem Zeitpunkt – auch nicht während dem Transport – wärmer als 40°C.
      Ich habe in den vergangenen Jahren zwar viele, aber längst nicht alle Öle auf dem deutschen Markt geschmacklich verglichen und fand subjektiv das Öl von Dr. Goerg am angenehmsten, ohne den leicht “beißenden” Nachgeschmack mancher anderer Kokosöle, insgesamt sehr mild und sehr natürlich schmeckend.

      >”Öl von aman prana soll sehr gut sein, ist aber sehr teuer”

      Hier müssen wir warten, ob Amanprana auf meinen Fragebogen antwortet, da ich zu deren Öl keine näheren Informationen habe.

      Vielleicht werden uns die Antworten auf den Fragebogen in Zukunft etwas weiterhelfen, die Qualität objektiver zu beurteilen. In der Zwischenzeit kann man sich erst mal nur an dem orientieren, was ich am Anfang von Kapitel 7 geschrieben habe und sich ansonsten vor allem nach dem eigenen Geschmack richten.

  17. Sehr gehrter Herr Königs,

    lassen Sie mich eine ganz persönliche Anmerkung zu Ihrem sehr informativen
    “Kokosbuch” machen. In Ihren Ausführungen outen Sie sich als Nichtvegetarier.
    Leider geben Fische im lebenden Zustand ihr Öl nicht ab, sodass das Öl von einem toten Organismus stammt. Da wir aber lebende Wesen sind, brauchen wir lebendige Nahrung. Auch geht der Ölentnahme bei Ihnen ein Tötungsakt voraus und somit bezeichnen Sie unseren Schöpfer als Stümper, denn der hat verlangt “Du sollst nicht Töten”. Das heist, Ihrer Meinung nach kann man ohne töten nicht leben.
    Wie ich schon erwähnte, es ist meine pers.Ansicht.

    Trotzdem Danke für die nachdenkenswerte Information im Buch!

    Mit freundlichen Grüßen

    • Sehr geehrter Herr Winterer,
      wenn ich Sie richtig verstehe, beziehen Sie sich auf meine Empfehlung, unseren geringen Bedarf an Omega-3-Fettsäure aus tierischen Quellen, also aus Fisch, Krill oder ähnlichem zu decken, falls man zu den Menschen gehört, die EPA und DHA nicht ausreichend aus vegetarischen Quellen im Körper herstellen können. Und ich empfehle, den Vitamin-A-Bedarf aus tierischen Quellen zu decken, falls man zu jenen gehört, die nicht selbst genug Vitamin-A aus Carotinoiden synthetisieren können. Daraus schließen Sie, dass ich kein Vegetarier bin. Und wahrscheinlich haben mich auch meine Rezepte verraten, von denen ja auch einige nicht-vegetarisch sind . . .
      Sie haben natürlich Recht, ich bin kein Vegetarier mehr. Wie ich an anderer Stelle (www.ernaehrungstyp.de/MeineSuche.html) erläutere, war ich zwar 17 Jahre lang Vegetarier, bin aber davon abgegangen, als ich erkannte, dass es moralisch-ethisch und ökologisch zwar besser sein mag, gesundheitlich aber auf lange Sicht für viele Menschen (und für mich) nicht. Über diese Aspekte kann man bekanntlich endlos lange diskutieren, weil diverse ethische Ansätze, die diversen Religionen, ökologische und gesundheitsbezogene Sichtweisen unendlich viele Argumente pro und kontra liefern. Ich glaube allerdings, dass ich in den letzten 37 Jahren, die ich mich mit dem Thema beschäftige, so ziemlich alles dazu gehört habe, was es an Argumenten gibt. Die eine wahre Antwort gibt es sicher nicht, jeder muss seine eigene Einstellung finden.
      Aber noch mal zu Omega-3 und Vitamin-A: Was raten Sie Menschen, die EPA und DHA sowie Vitamin-A nicht aus vegetarischen Quellen selbst herstellen können? Gibt es natürliche vegetarische Alternativen (die wir eventuell hier weiterempfehlen könnten) oder raten Sie, dann doch eher die Gesundheit zu riskieren?

  18. Hallo…Ich hätte eine Frage zur Konsistenz von Kokosöl…so etwa unter 25 Grad Celsius wird das Öl ja wieder zu Kokosmus…Spielt es eine Rolle in welcher Form ich es überhaupt zu mir nehme-also als Öl oder einfach als Mus so pur in den Mund oder unter Speisen bzw wie kann man es längerfristig flüssig halten? MFG J. Schwarz

    • Hallo Joachim,
      richtig, unter 25°C wird es fest, allerdings nicht zu Kokosmus, sondern zu Kokosfett. Unter Kokosmus versteht man meist das fein gemahlene getrocknete Kokosfleisch, das neben dem Öl auch die festen Bestandteile enthält.
      Aber die Frage geht ja vor allem darum, wie man es am besten zu sich nimmt. Es ist egal, ob man es fest oder flüssig zu sich nimmt. Im Mund oder spätestens auf dem Weg zum Magen wird es durch die Körperwärme sowieso flüssig. Es ist im Prinzip auch egal, ob man es pur oder unter Speisen zu sich nimmt. Viele essen es einfach pur, fest oder als Öl. Mit einer Einschränkung: Manche bekommen anfangs bei größeren Mengen leichte Bauchschmerzen oder andere Verdauungsprobleme. Sie vertragen es dann meist besser, wenn es unter Speisen gemischt wird. Dadurch kommt es dann langsamer bzw. verteilter in den Magen und den Dünndarm.
      Allerdings ist seine Wirkung dann auch über einen größeren Zeitraum verteilt. Will man eine schnelle Energiezufuhr oder eine schnelle oder erhöhte Ketonproduktion erreichen, kann es auch mal sinnvoll sein, es pur zu sich zu nehmen. Aber dann eben nur in Mengen, an die man sich bereits gewöhnt hat und die man gut verträgt.
      Wie kann man es längerfristig flüssig halten? Indem man es an einem Ort aufbewahrt, an dem es wärmer als 25°C ist. Hinter dem Kühlschrank steigt zum Beispiel meist Wärme auf, man kann es also oben hinten auf den Kühlschrank stellen. Oder in die Nähe der Heizung, falls sie an ist. Oder eben an jeden anderen warmen Ort. Manche elektrischen Geräte sind schon im Stanby-Modus ständig warm genug, da könnte man es auch draufstellen. Oder man kann einen regelbaren Flaschenwärmer für Babyflaschen verwenden. Mehr fällt mir jetzt erst mal nicht an Möglichkeiten ein . . .

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